Die Abenteuer von Arlen Winterweide
Graf Arlen Winterweide
Verfluchter Nachkomme eines sterbenden Hauses
Hintergrund
Arlen
Graf Arlen Fionn Cyril von Winterweide ist ein Mann, dem die Zeit davonläuft. Als Erstgeborener des adeligen nördlichen Hauses Winterweide wurde sein Leben von einem grausamen, seit Generationen bestehenden Fluch bestimmt und eingeschränkt: Der Erstgeborene seiner Linie ist dazu verdammt, körperlich gebrechlich zu sein und erreicht selten sein dreißigstes Lebensjahr.
Arlen ist mittlerweile fünfundzwanzig Jahre alt und ein schlanker, drahtiger junger Mann. Seine Haut ist kränklich blass, und unter seinen eingefallenen Augen liegt stets ein tiefer Schatten. Doch hinter dieser zerbrechlichen Fassade verbergen sich ein wacher Verstand und ein scharfer, aufmerksamer Blick. Auch wenn seine Hände zittern und seine Bewegungen unberechenbar werden können, wenn er an seine körperlichen Grenzen stößt, bleibt seine Entschlossenheit zu überleben unerschütterlich.
Die Enge von Burg Kahlstein
Den größten Teil seines Lebens war Arlen kaum mehr als ein Gefangener seiner eigenen Abstammung. Aus Angst vor seinem plötzlichen Tod, bevor die Familienlinie gesichert werden könnte, sperrte ihn seine Familie in Burg Kahlstein ein – die Stammburg, die die heißen Quellen des Lindetals inmitten der vereisten, mit Weiden bewaldeten Hänge des Hornkamms bewacht. Da es ihm verboten war, die Burgtore zu überschreiten, verbrachte Arlen seine Jugend in Isolation, studierte Karten und alte Texte und sah fast nichts von der weiten Welt.
Verrat und Verbannung
Dieser brüchige Frieden zerbrach in dem Moment, als sein jüngerer Bruder heiratete und die Nachfolge der Familie erfolgreich sicherte. Da er nun nicht einmal mehr als Ersatz-Erbe gebraucht wurde, wurde Arlen von seinem eigenen Bruder abrupt aus Burg Kahlstein vertrieben.
Seines Geburtsrechts beraubt, wurde Arlen in die raue Wildnis verbannt und dazu verpflichtet, ein Heilmittel für den Familienfluch zu suchen. Es ist ihm verboten, jemals in seine Heimat zurückzukehren, bis er einen Weg findet, den uralten Fluch auf seiner Blutlinie zu brechen – oder bei dem Versuch umzukommen.
Die Reise nach Süden
Ausgestattet nur mit seinem Schwert, seinem Verstand und dem Wappen seines Hauses – eine silberne Winterweide, beladen mit Schnee und Eiszapfen – begann Arlen sein einsames Exil.
Zunächst reiste er nach Westen in die benachbarten Ländereien des Hauses Kupfersee. Dort erfuhr er, dass die Tochter des Hauses, Eryne, kürzlich in die mystische, von Ruinen übersäte Stadt Uyovu aufgebrochen war. Als Arlen erkannte, dass Uyovu eine legendäre Schatzkammer verlorener Geheimnisse und verbotenen Wissens ist, richtete er seinen ebenfalls nach Süden. Er reist nun dorthin und klammert sich an die verzweifelte Hoffnung, dass tief in ihren uralten Gewölben der Schlüssel liegt, um seinen Fluch zu lüften und sein schwindendes Leben zu retten.
Haus Winterweide
Wir biegen, aber wir brechen nicht!
Haus Winterweide liegt im Norden und grenzt östlich an die Ländereien von Haus Kupfersee. Der Name wurde vom Begründer des Hauses, Cyril, vor vielen Jahrhunderten aufgrund der Eigenschaften der von ihm beanspruchten Ländereien gewählt. Die zerklüfteten Hänge des Hornkamms sind mit den gleichnamigen Bäumen bewaldet, während die Talsohle, das Lindetal, mit ihren vielen heißen Quellen seit jeher dem Vieh der Bauern eine Zuflucht in den kalten Wintermonaten bietet. Der Stammsitz des Hauses ist Burg Kahlstein, die über den Zugang ins Lindetal wacht.

